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Akupunktur

Eine der ältesten natürlichen Heilmethoden in China ist die Akupunktur (lat. acus=Nadel, pungere=stechen), die seit über 2000 Jahren in China praktiziert wird. Sie ist die im Westen bekannteste und am häufigsten praktizierte Therapieform der Traditionellen Chinesischen Medizin.

 

Darstellung einer Leitbahn = Meridian                                              

Bei der Akupunktur wird an genau definierten Punkten eine sehr dünne Metallnadel unterschiedlich tief durch die Haut gestochen und für ca. 20 bis 40 Minuten im Gewebe belassen.

Die über 600 Körperakupunkturpunkte liegen wie an einer Perlenkette aufgefädelt auf Bahnen, in denen Energie zirkuliert.

Die chinesischen Aerzte verstehen den Menschen als eine Art energetisches Gefüge, das wie eine Flusslandschaft mit der Lebensenergie Qi durchströmt wird. 

Nach traditioneller Vorstellung wird durch das Nadeln der Akupunkturpunkte auf die Lebensenergie Qi Einfluss genommen. So werden Blockaden gelöst, der Qi-Fluss gekräftigt oder krankhaftes Qi aus dem Körper herausgeleitet.

Je nach Schwere und Dauer der Erkrankung sind ca. 5 bis 15 Behandlungen notwendig.

 

 

Nach wissenschaftlichen Kenntnissen beruht die Wirkung der Akupunktur aus komplexen neurologischen Mechanismen, wie z.B. der Freisetzung von körpereigenen schmerzstillenden Substanzen, sogenannter Endorphine. Durch die Nadelreize kann ebenfalls die „Schmerzmeldestelle“ im Rückenmark gedämpft werden und somit die Schmerzsignale nicht mehr ans Hirn weitergeleitet werden.

Deshalb hat die Akupunktur in der Schmerztherapie grosse Bedeutung gewonnen und wird in Europa hauptsächlich in der Schmerzbehandlung eingesetzt. Gute Erfolge zeigen sich z.B. bei Kopfschmerzen (Spannungskopfschmerzen, Migräne) und Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Eine gute Akupunkturbehandlung geht jedoch über die reine Schmerztherapie hinaus, da tiefgreifende Heilprozesse angeregt werden. Es zeigt sich eine positive Wirkung auf das vegetative Nervensystem,
das man sich insbesondere bei funktionellen Beschwerden, wie z.B. Reizdarm oder auch bei
Suchterkrankungen zu Nutze macht. Zu erwähnen sind des weiteren die immunstimulierende und antiallergische Wirkung.

Akupunktur-Behandlung   

Sinnvoll ist es, die Akupunkturbehandlung frühzeitig ins Behandlungskonzept zu integrieren, bevor die Krankheit ausgebrochen ist, also eine Strukturzerstörung vorliegt. Die Akupunktur ist bei richtiger Ausführung eine risikoarme, nebenwirkungsfreie Behandlungsmethode, die sich mit der Schulmedizin gut kombinieren lässt.



 
Akupunktur in der Schwangerschaft

Die Chinesische Medizin bietet in der Schwangerschaft, wie auch nach der Geburt, einen reichen Schatz an nebenwirkungsfreien, aber effektiven therapeutischen Möglichkeiten.

Geburtserleichternde Akupunktur ab der 36. Schwangerschaftswoche im wöchentlichen Behandlungsintervall. Die sehr dünnen Nadeln werden vorwiegend an den Unterschenkeln gesetzt und verbleiben dort für etwa 30 Minuten. Der Einstich ist nicht schmerzhaft, die schwangere Frau spürt ein Kribbeln, Ziehen oder Wärmegefühl. Die Lebensenergie wird somit aktiviert und kann fliessen. Das Ziel ist, die natürlichen Vorgänge im Körper zu unterstützen: der Muttermund wird nach den 4 bis 5 Behandlungen weich und öffnet sich leichter und schneller, eine optimale Voraussetzung für eine rasche Eröffnungsphase der Geburt.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten:
• Schwangerschaftserbrechen
• Schlafstörungen
• Allgemeine Nervosität und Unruhe
• Erkältungen
• Unterstützung zur Raucherentwöhnung
• Schwangerschaftsödeme - Wasseransammlung in den Händen und Beinen
• Schmerzzustände unterschiedlicher Ursachen - Kopf-,Nacken- und Rückenschmerzen

Moxatherapie bei Steisslage
Erwärmen eines bestimmten Akupunkturpunktes am kleinen Zeh mit Hilfe einer Moxa-Zigarre (Beifusskraut), vorzugsweise ab der 33. bis 36. Schwangerschaftswoche, 1 - 2 mal pro Tag zu Hause durchführbar.

Akupunktur im Wochenbett
• Stillprobleme - schmerzhafter Milcheinschuss, beginnende Mastitis, mangelnder Milchfluss
• Leichte Wochenbettdepression
 



 
  
 
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