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Der Bauplatz

Zwanzig Jahre nach der Gründung des Hilfsvereins schien dessen Hauptziel in greifbare Nähe gerückt: Der Regierungsrat beschloss am 28./29. Dezember 1897 grundsätzlich den Bau einer Anstalt für rund 150 Patienten. Dafür galt es zunächst einen geeigneten Bauplatz zu finden. Die appenzellischen Gemeinden wurden eingeladen, der Regierung diesbezüglich Vorschläge zu unterbreiten. Das Gelände sollte für einen der Anstalt angegliederten Landwirtschaftsbetrieb zur therapeutischen Beschäftigung ein Areal von 14-16 Hektaren umfassen. Da man noch weit von einer flächendeckenden Versorgung mit Elektrizität und Trinkwasser entfernt war, wurden auch Angaben über vorhandene Quellen und sowie Gas- oder Elektrizitätsleitungen eingefordert.
Die aus sechs Gemeinden (Urnäsch, Herisau, Waldstatt, Teufen, Speicher und Heiden) eingegangenen Bewerbungen wurden unter anderem auch nach ihrer landschaftlichen Stellung beurteilt. Auf die Bedeutung der Situierung in der Landschaft hatte 1899 der Herisauer Arzt Paul Wiesmann hingewiesen: "Dass landschaftlicher Reiz, liebliche Lage und eine schöne Aussicht als sehr kostbare Eigenschaften eines Platzes für eine Anstalt zu bezeichnen sind, in welcher Gemütskranke ihre Gesundheit wieder erlangen sollen, ist gewiss einleuchtend; sie haben geradezu den Wert eines einflussreichen Heilfaktors." 
Der Herisauer "Krombach" erfüllte fast alle Erwartungen in idealer Weise. Neben den landschaftlichen Reizen sprachen die gute Erschliessung mit der Eisenbahn und die Lage im dichtest bevölkertsten Teil des Kantons für den Krombach. Schliesslich dürften aber auch die Vergabungen von Arthur Schiess nicht ohne Einfluss auf die Standortwahl gewesen sein. Der grosse Gönner der Irrenanstalt hatte nach zwei Schenkungen über je Fr. 100'000.-- in den Jahren 1893 und 1896 im Jahr 1898 eine neue Spende von Fr. 50'000.-- angekündigt, die aber an die Bedingungn geknüpft war, dass die Anstalt in seinem Heimatort Herisau gebaut werde. 

Insgesamt stiftete Schiess bis zum Baubeginn 1906 Fr. 700'000.-- an die Irrenanstalt, fast die Hälfte der Bausumme.

(aus "Optimierung und Erneuerung des Psychiatrischen Zentrums Appenzell Ausserrhoden")

 


 
  
 
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