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Medienmitteilungen

 

Computertomographie am Spital Heiden eröffnet neue Diagnosemöglichkeiten

An der Presseinformation von heute Freitag, 16. Januar 2009, informierten die Geschäftsleitung, Radiologen, Chefärzte und das Team Radiologie über den Einsatz und die Möglichkeiten des neuen CT.

Am Spital Heiden wurde Anfang Januar ein neuer 16-Zeilen Spiral-Computertomograph in Betrieb genommen. Mit dem Gerät können Schnittbilder ganzer Körperregionen innerhalb von wenigen Sekunden in jeder beliebigen Körperebene aufgenommen werden. Es erlaubt auch 3-dimensionale Darstellungen. Damit eröffnen sich neue Diagnosemöglichkeiten, welche von den Spitalärzten innovativ, problembezogen und ganzheitlich eingesetzt werden.
In den vergangenen 20 Jahren hat sich Computertomographie zu einem Standarddiagnoseverfahren entwickelt. Die Anschaffungskosten für die Geräte haben sich halbiert und liegen nun auf dem Niveau von konventionellen Röntgengeräten.
 
 
Computertomographie im Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden
Im Jahre 2005 nahm eine aus fünf Fachärzten bestehende Radiologengruppe einen Computertomographen (CT) am Spital Herisau im Betrieb. Damit haben die Kliniken einen direkten Zugang zum erweiterten Spektrum der konventionellen Radiologie. Das CT Angebot wird seither von frei praktizierenden Ärzten, resp. deren Patientinnen und Patienten dank gutem Service und kurzen Wartezeiten rege in Anspruch genommen. Diese Diagnosemöglichkeit ist mittlerweile unverzichtbar.
Das Spital Heiden basierte auf CT-Anbietern in den benachbarten Regionen, was im Falle von stationären Patienten mit einem nicht unerheblichen Aufwand von Ambulanztransporten und Kosten verbunden war. Weil die wichtige Diagnosemöglichkeit mittels CT bei Notfällen fehlte, wurden die Patienten mit dem Rettungsdienst häufig direkt in umliegende Spitäler eingewiesen. Mit dem neuen Computertomographen ist das Spital Heiden Spitäler wieder auf dem mordernsten Stand in der Grundversorgung und kann die Spektrum als primärer Rettungsstützpunkt im Vorderland entscheidend verbessern.
 
Die Beschaffungskosten für die Geräte haben sich beinahe halbiert, wobei die diagnostische Leistungsfähigkeit um ein vielfaches zugenommen hat. Mit der hohen Lebensdauer von durchschnittlich 10 Jahren pro Gerät wurde auch dem Erfordernis der Wirtschaftlichkeit Rechnung getragen. Damit lassen sich die Investitionskosten von unter 500'000 Fr. rechtfertigen.
  
Verbesserungen und neue Anwendungen
Der Computertomograph der Firma Philips ist in Bezug auf die Strahlendosis optimiert, so dass immer und überall nur die geringst mögliche Strahlendosis gewählt werden kann. 
 
Die Röntgenröhre dreht zweimal pro Sekunde um den Patienten und fertigt in dieser Zeit 32 Schnittbilder an. Die Bilder werden in einem Computer gespeichert und können in jeder Achse des Körpers und auch schräg neu zusammengestellt werden, so dass Schnittbilder in jeder Richtung möglich sind. Aus den so gewonnen Bildern können mittels Rekonstruktion einzelne Gefässe herausgenommen werden. Somit können Gefässverschlüsse oder Blutgerinnsel in diesen Gefässen einwandfrei dargestellt werden, was im Falle einer drohenden oder schon erfolgten Schädigung eine rasche Diagnosestellung erlaubt.
 
Kalk stellt sich besonders gut dar, so dass auch eine Bilanz der Gefässverkalkungen (Calcium-Scoring) durchgeführt werden kann. Risiken lassen sich einfach und schmerzfrei diagnostizieren oder ausschliessen.
Die Durchblutung im Gehirn (Perfusion) wird messbar und Störungen der Durchblutung lassen sich einem bestimmten Hirnareal zuordnen, was für die Behandlung des Hirnschlages richtungsweisend ist.
Es können 3-dimensionale bildliche Modelle von Gelenken und Knochen angefertigt werden, was für die Planung von Operationen bei Knochenbrüchen oder bei Gelenksprothesen entscheidende Vorteile bringt.
 
Von ganz besonderer Bedeutung ist das Vorhandensein eines Computertomographen für den Rettungsstützpunkt Spital Heiden. Bei Schwerverletzten kann innerhalb von Minuten eine Untersuchung des ganzen Körpers durchgeführt werden, was ein manchmal lebensrettender Zeitgewinn bedeutet.
  
Bild - Diagnose – Behandlung
Die Rolle des Radiologen in der modernen medizinischen Bildinterpretation
Ob ein Knieröntgen, eine Mammographie oder eine Computertomographie, alle Bilder in der Medizin sind das Rohmaterial für eine Diagnose und den darauf folgenden Therapieentscheid des Arztes.
 
Die Übersetzung des Bildinhaltes in einen Befund und dann in eine Diagnose ist die anspruchsvolle Aufgabe des Facharztes für Radiologie, welcher über die entsprechende Spezialausbildung verfügt. Der Spitalverbund konnte die Radiologen der Radiologie AR für diese Dienstleistung verpflichten. Auch wenn die Bilder in sehr kurzer Zeit hergestellt werden können, braucht die Beurteilung Zeit und den vollen Einsatz der Radiologen.
 
In enger Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt werden radiologischer und der klinischer Befunde zusammengeführt. Damit wird die Basis zu einer integrierten Beurteilung des Leidens eines Menschen und geschaffen damit die Voraussetzung zur Therapie und einer möglichst vollkommenen Genesung.
 
Urs Kellenberger
Direktor / CEO Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden

  
 
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